
Auf einem Marktplatz zu verkaufen, macht den Start leicht: Verkehr, Bezahlung und Vertrauen sind vorhanden. Betriebe, die drei Jahre später immer noch ausschließlich dort verkaufen, stecken jedoch fest, weil sie ihre eigenen Kunden nicht kennen. Vor der Entscheidung lohnt der Blick auf die echten Kosten beider Wege.
Der sichtbare und der unsichtbare Preis eines Marktplatzes
- Provision und Servicegebühren: je nach Kategorie ein spürbarer Anteil am Verkaufspreis
- Preiskampf: unter Dutzenden Verkäufern desselben Produkts bleibt nur der Preis als Unterschied
- Kundendaten: Der Käufer bleibt Kunde der Plattform, nicht Ihrer
- Regeländerungen: Kampagnen- und Ranking-Regeln können über Nacht anders sein
Was der eigene Shop kostet
Der eigene Shop zahlt keine Provision, doch Verkehr und Vertrauen bauen Sie von null auf. Ohne Budget für Werbung, Inhalte und SEO bleibt es bei „steht, verkauft aber nicht“. Dafür gehören Kundenliste, Marke und Preishoheit Ihnen.
Die richtige Antwort heißt meist „beides“
Am gesündesten ist es, den Marktplatz als Kanal zur Kundengewinnung zu nutzen und den eigenen Shop als Ort, an dem Sie treue Kunden halten. Schon eine Karte im Paket — „10 % auf Ihre nächste Bestellung in unserem Shop“ — bringt Menschen in den eigenen Kanal.
Der Marktplatz hilft, den Kunden zu finden; der eigene Shop hilft, ihn zu behalten.
Wann lohnt sich der Wechsel?
- Wenn Ihre monatliche Bestellzahl stabil geworden ist
- Wenn die Summe der Provisionen die Kosten für Shop und Werbung übersteigt
- Wenn es Wiederkäufer gibt (dieselbe Person kauft ein zweites Mal)
- Wenn Suchanfragen nach Ihrer Marke beginnen
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