
Ein Teil der Projekte, die zu mir kommen, beginnt nicht bei null, sondern liegt zur Hälfte fertig da. Die erste Frage ist immer dieselbe: retten oder neu schreiben?
Was in drei Tagen geprüft wird
- Gibt es ein Code-Repository, und ist die Historie erhalten?
- In welchem Zustand ist das Datenbankdesign? Lassen sich die Daten retten?
- Wie alt sind die Abhängigkeiten, gibt es Sicherheitslücken?
- Wie viel funktioniert wirklich, und wie viel steht nur auf dem Bildschirm?
- Haben Sie Zugriff auf Deployment-Pipeline und Server?
Die Schwelle „neu ist günstiger“
Dauert es länger, den vorhandenen Code zu verstehen, als ihn neu zu schreiben, ist die Schwelle überschritten. Das deutlichste Zeichen: Eine kleine Änderung zerstört drei andere Stellen. Die Datenseite lässt sich meist retten, die Oberfläche wird meist neu gebaut.
Wie eine Übernahme abläuft
Zuerst ein schriftlicher Statusbericht: was da ist, was fehlt, die Risiken und eine Empfehlung. Dann ein schrittweiser Übergang — das System läuft weiter, während es Stück für Stück erneuert wird. Alles in einer Nacht abzuschalten und neu zu starten, ist die riskanteste Methode.
In einem liegengebliebenen Projekt ist nicht der Code das Teuerste, sondern die verlorene Zeit; je später die Entscheidung fällt, desto höher die Kosten.
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